Mein Kind in der Wirtschaft. Meine Verantwortung.

Sie haben sich für ein Kind entschieden. Ab der Geburt tragen Sie die volle Verantwortung für Ihr Kind. Als gute Mutter / guter Vater wissen Sie ganz genau, dass man diese Rolle nun ein Leben lang ausübt. Selbst wenn die Kinder schon lange erwachsen sind, nehmen Sie an ihrem Leben teil. Das bedeutet auch, dass man sowohl das Positive als auch das Negative mit seinen Kindern teilt.

Wenn ich mich mit Jugendlichen und auch mit Erwachsenen unterhalte, zeichnet sich sehr schnell ein eindeutiges Bild ab, wenn es darum geht, wie man sich das eigene Leben vorstellt.

  • Man will viel Positives erleben.
  • Man will sich schöne Dinge leisten können.
  • Man will ein harmonisches Leben führen.
  • Man will größtmögliche Sicherheit erreichen.

Ich könnte auch diese Liste um viele solcher Aussagen verlängern, doch meine lieben Eltern, Sie erkennen bereits den Kern der Sache. Auf der einen Seite haben wir sehr viele und auch berechtigte schöne Vorstellungen, wie wir unser Leben gestalten und wie es verlaufen soll. Auf der anderen Seite vergessen wir nur allzu oft, dass wir selbst – wie man so schön sagt – der Schmied unseres Glückes sind. Sie haben es täglich in der Hand, wie Ihr Leben verläuft und Ihr Kind / Ihre Kinder werden sich daran orientieren.

Sie übernehmen also ab Geburt die volle Verantwortung für Ihr Kind. Wenn Sie der Meinung sind, dass man sich die schönen Dinge des Lebens nur leisten kann, wenn man einen guten Job hat und beruflich erfolgreich ist, müssen Sie alles im Rahmen Ihrer Möglichkeiten tun, dass sich diese Einstellung auch auf Ihr Kind überträgt.

Was erlebe ich stets seit Beginn meiner Firmentrainings und offenen Seminaren wenn ich als Wirtschaftstrainer Mitarbeiter und Führungskräfte coache? Genau das Gegenteil! Man schimpft über die Wirtschaft. Man redet schlecht über den eigenen Beruf. Man lässt oft kein gutes Haar an der Firma, in der man arbeitet.

Vielleicht sagen Sie jetzt: „Herr Panhölzl, das ist aber sehr pauschal, was Sie jetzt sagen. Ich sehe das ganz anders.“ Dann gratuliere ich. Es gibt natürlich Ausnahmen. Es gibt die Menschen, die für die eigene Firma / für das Angebot / für ihre Tätigkeit brennen, und somit haben sie auch einen positiven Blick auf die Wirtschaft. Dann gibt es auch die Abstufungen von: „Ich liebe meine Firma, meinen Beruf und somit die Wirtschaft“, bis hin zu: „Ich lehne alles total ab!“

Leider – da können Sie mir vertrauen, muss ich seit 1997 feststellen, dass doch die überwältigende Mehrheit negativ bis sehr negativ gegenüber ihrem Beruf, ihrer Firma und der Wirtschaft eingestellt ist.

Alleine das ständige geschürte Gegeneinander zwischen Arbeitnehmer und Unternehmer ist für mich bis heute unverständlich. Einmal ehrlich unter uns gesagt, liebe Eltern: Sie können sich nur das im privaten Leben leisten und Ihrem Kind ein gesichertes Aufwachsen ermöglichen, weil Sie in einer Firma arbeiten, die am Markt erfolgreich ist. Die meisten Firmen in Österreich und Deutschland sind Klein- und Mittelbetriebe. Die Mitarbeiter kennen somit die Chefin / den Chef der Firma persönlich und arbeiten ständig mit ihnen Hand in Hand zusammen. Erkennen Sie schon die Parallelen? Richtig! Die Chefin / der Chef übernimmt Verantwortung für ihre / seine Mitarbeiter. Ich weiß, in der öffentlichen Meinung wird hier oft sehr gerne ein anderes Bild dargestellt, welches jedoch nicht der Realität entspricht. Es ist nicht so, dass die Chefin / der Chef gegen die Mitarbeiter arbeitet, sie ausquetschen und ihnen Unmögliches abverlangen will usw., sondern in den meisten Firmen ist genau das Gegenteil der Fall. Die Unternehmer wollen das Beste für ihre Mitarbeiter, weil sie genau wissen, dass sie das Firmenkonzept nur dann erfolgreich am Markt umsetzen können, wenn alle mit an Bord sind und sich täglich dafür einsetzen.

Haben Sie sich schon einmal die Frage gestellt: „Wie geht es meiner Chefin / meinem Chef?“

Diese haben auch oft Kinder. Sie haben auch ein Privatleben. Wo lesen Sie regelmäßig über ihre Sorgen, Ängste und täglichen Herausforderungen? In den Medien wird meistens über die Großkonzerne und die internationalen Big Player gesprochen. Die Mitarbeiter werden von den Medien und ihren Vertretern wie der Arbeiterkammer und der Gewerkschaft oft dazu angehalten, gegen die Unternehmer hart aufzutreten. Ja, dafür bin ich auch, wenn es sich um schwarze Schafe handelt. Die gibt es in jeder Gruppe – somit auch unter den Unternehmern. Leider nimmt in den letzten Jahren das Gegeneinander wieder extreme Ausmaße an. Niemand interessiert sich dafür, dass auch die vielen Inhaber von kleinen und Mittelbetrieben ebenso nur Menschen sind und täglich darum kämpfen, dass sich ihre Firma am Markt erfolgreich behaupten kann. Mit dieser Aufgabe eng verbunden ist Ihr gesicherter Arbeitsplatz.

Wie sollen Sie Ihrem Kind die Wirtschaft, das Arbeiten in einer Firma und das gemeinsame aktive Miteinander mit den Unternehmern schmackhaft machen, wenn Sie selbst täglich genau das Gegenteil forcieren?!

 

Der Umdenkprozess beginnt bei Ihnen! Warten Sie nicht, bis es andere in Ihrem persönlichen Umfeld wie Familie, Freunde und Bekannte oder Arbeitskollegen tun. Machen Sie den ersten Schritt und beweisen Sie sich selbst und somit in weiterer Folge Ihrem Kind, dass nur ein positives Miteinander dazu führt, dass Sie einen gesicherten Arbeitsplatz haben und in der Zukunft auch für Ihr Kind ein solcher zur Verfügung steht.

Print Friendly, PDF & Email
Menü schließen

Diese Webseite verwendet Cookies, um die Bedienfreundlichkeit zu erhöhen. Weitere Informationen

Die Cookie-Einstellungen auf dieser Website sind auf "Cookies zulassen" eingestellt, um das beste Surferlebnis zu ermöglichen. Wenn du diese Website ohne Änderung der Cookie-Einstellungen verwendest oder auf "Akzeptieren" klickst, erklärst du sich damit einverstanden.

Schließen