Eltern ratlos. Firmen in der Personalnot. Kinder ohne Job-Zukunft.

Viele Eltern sind selbst täglich in der Wirtschaft tätig. Sie bekommen live mit, dass in den letzten Jahren das Tempo des Wandels enorm zugenommen hat. Im Zuge meiner Firmentrainings und den damit verbundenen persönlichen Gesprächen mit Müttern und Vätern erzählen mir diese stets über ihre Sorge, wie sich diese Entwicklung vor allem auf ihre Kinder auswirken wird.

Vielleicht gehören Sie selbst dazu, aber mit Sicherheit kennen Sie jene Menschen in Ihrer Umgebung, die ich gerne als „Vergangenheitsbewahrer“ bezeichne. Es sind diejenigen, die in Besprechungen bei neuen Projekten oder vor allem, wenn man Optimierungsmaßnahmen durchführen will, gerne sagen: „Es soll alles so bleiben, wie es ist. Es hatte bisher auch so funktioniert. Warum brauchen wir etwas Neues? Es soll alles beim Alten bleiben.“

Es gibt noch viele ähnlich klingende Aussagen, die eines eint: In der Wirtschaft scheint es bei vielen Menschen einfach nicht „IN“ zu sein, neue Wege zu beschreiten und Neues auszuprobieren.

Genau das Gegenteil tun übrigens genau diese Menschen in ihrem privaten Leben. Hier kann es manchen gar nicht schnell genug gehen, dass etwas Neues kommt und sich somit aus ihrer Sicht positive Veränderungen einstellen.

Eines der besten Beispiele ist diesbezüglich das liebgewonnene Gerät, das Sie in der Hosentasche oder in der Handtasche tragen: Ihr Smartphone/Handy. Obwohl Experten, wenn Jahr für Jahr die neuen Modelle der Anbieter kommen, darauf hinweisen, dass das neue Modell gar nicht viel besser als das alte ist – ja manchmal sogar etwas schlechter –, nützen selbst diese Experten-Botschaften gar nichts gegen die von Steve Jobs, dem Apple-Gründer, am besten indizierten „Haben-wollen-Bedürfnisse“.

Nicht nur Kinder und Jugendliche, sondern auch Erwachsene bis 40 und 50 Jahre können es gar nicht mehr erwarten, bis das neue Spitzenmodell auf den Markt kommt. Für die Anschaffung ist ihnen auch der immer meist hohe Preis egal. Sogar das Zubehör kaufen sie mit voller Begeisterung, obwohl auch hier viele – darunter auch die vorgenannten Experten – die Meinung vertreten, dass dieses extrem teuer verkauft wird.

Im täglichen Einkauf z.B. bei Lebensmitteln kämpfen genau diese Menschen oft um jeden Cent – und bei den Dingen, die sie haben wollen, sind auch ein paar hundert Euro mehr vollkommen egal.

  • Liebe Eltern, was lernen Sie daraus?
  • Was beweisen uns diese Erkenntnisse?

Wenn Menschen etwas haben wollen, sind sie bereit, mehr zu investieren und auch die damit einhergehenden Veränderungen anzunehmen.

Wenn es um die Einstellung zum Job geht, zur Wirtschaft, zu dem, was Ihr Kind beruflich werden will, geht es in erster Linie darum, dass Sie als Eltern die Voraussetzungen dafür schaffen, dass die Wirtschaft „IN“ ist und so von Ihrem Kind durch Sie wahrgenommen wird.

Viele Firmen suchen permanent nach guten Mitarbeitern in allen angebotenen Funktionen. Sie führen immer wieder Einstellungsgespräche mit Jugendlichen, die zum ersten Mal in die Wirtschaft z. B. als Lehrling starten, bis hin zu Mitarbeitern, die einen Job suchen. Leider verzweifeln viele der verantwortlichen Entscheidungsträger an der oft ablehnenden Haltung der Bewerber. Viele erklären mir unter vier Augen: „Herr Panhölzl, ich habe in der Firma wirklich einen Personalnotstand. Wir brauchen in vielen Bereichen unserer Firma dringend neue Mitarbeiter. Der Knackpunkt ist nur die Einstellung, mit der viele zum Beratungsgespräch kommen. Diese ist – höflich ausgedrückt – unverständlich!“

Gerade wenn es darum geht, dass Sie selbst erfolgreich im Beruf sind bzw. Ihr Kind erfolgreich in die Wirtschaft startet, müssen Sie an Ihrer Einstellung arbeiten, weil diese letztendlich alles entscheidet.

Was sehr häufig in der öffentlichen Diskussion totgeschwiegen wird, berichten mir seit vielen, vielen Jahren Unternehmer von Vorzeige-Betrieben. Ich spreche hier von Firmen, die 20, 30 und auch 100–150 Mitarbeiter haben. Viele Inhaber erzählen mir beim persönlichen Plaudern: „Herr Panhölzl, wenn ich könnte, würde ich sofort zusperren!“

Es ist für mich unverständlich, dass man hier den Unternehmern von Klein- und Mittelbetrieben, die über 90 % der österreichischen Firmen darstellen, in der öffentlichen Meinung keinen Raum anbietet, wo man über ihre Sorgen und ihre Ängste sowie auch über das, was sie täglich für unser Land tun, berichtet.

Natürlich weiß ich, dass es immer Wettbewerbe und einzelne Berichte in regionalen und überregionalen Medien gibt, wo auch Einzelfirmen vor den Vorhang geholt werden. Firmen werden ausgezeichnet, auch unter anderem für soziales Engagement. Ja, das gibt es alles!

Was ich mit dieser Aussage meine liebe Eltern, ist die Tatsache, dass das Ansehen eines Unternehmers und seine wichtige gesellschaftliche Position kaum geschätzt und sehr selten präsentiert wird.

Immer wieder und viel zu häufig wird der Unternehmer als Feindbild präsentiert. Es bringt nichts, wenn dann die Initiatoren darauf hinweisen, dass sie nicht etwa den braven, aktiven Unternehmer vor Ort meinen, sondern die bösen Großkonzerne dieser Welt. In der öffentlichen Meinung und somit auch am Stammtisch, in den sozialen Netzwerken und wo auch immer sich Menschen unterhalten, wird oft ein negatives Bild zum Unternehmer und damit wieder verbunden zum Thema Arbeit und Beruf gezeichnet.

Als Eltern sind Sie in den meisten Fällen in der Wirtschaft aktiv, und deshalb sollten Sie eines akzeptieren: Wir, die Erwachsenen und darunter viele Eltern, haben es in der Hand, welches gesellschaftliche Bild vom Unternehmer und somit vom Beruf, von der Arbeit und Wirtschaft in unseren Köpfen verankert und verbreitet wird.

Zum Wohle unserer Kinder sollten wir unseren Blick auf das schärfen, welche enormen Leistungen die vielen Unternehmer in Österreich und Deutschland einsetzen, damit Sie, liebe Eltern, und Ihre Kinder heute und morgen einen sicheren Arbeitsplatz haben.

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