Die Zeit ist reif für einen positiven Ruck durch die Gesellschaft

Haben Sie nicht auch schon genug von den vielen negativen Meldungen, die wir ständig in den Medien rund um die Wirtschaft, den eigenen Beruf und die Firmen lesen?

Ich bin seit 1997 in Österreich und Deutschland Wirtschaftstrainer. Seit Jahren erkenne ich genauso wie Sie, dass es in diesen beiden Ländern offensichtlich auch nicht mehr „in“ ist, einen Fachberuf zu erlernen; eine Lehre zu machen. Man muss studieren – das ist das Wichtigste. Wen wundert es, dass immer mehr Top-Firmen unter einem mittlerweile beängstigenden Fachkräftemangel leiden.

Immer wieder erlebe ich es, dass mir Firmenchefs von Handwerksbetrieben Folgendes aufzeigen: Sie könnten viel mehr Aufträge annehmen, jedoch fehlt ihnen das Personal, um sie durchzuführen. Sie würden erstklassige Gehälter bezahlen; teilweise weit über dem Kollektivvertrag. Sie bieten viele Sozialleistungen. Diese ganzen Aktivitäten und Absichten bringen jedoch nichts, weil es keine geeigneten Mitarbeiter am Markt gibt.

Wenn sich Lehrlinge vorstellen, sagen Unternehmer oft, dass sie mittlerweile verzweifeln. Ein gutes Beispiel habe ich von einer Unternehmerin kennengelernt, bei der sich ein Mädchen vorgestellt hat, weil sie sich um die ausgeschriebene Lehrstelle bewerben wollte. Die erste Frage der Unternehmerin lautete: „Warum willst du den Beruf der Einzelhandelskauffrau im Lebensmittelhandel erlernen?“ Die Antwort des Mädchens hat es in sich: „Weil ich nichts Besseres gefunden habe!“

Lesen Sie so etwas regelmäßig in den Medien? Hören Sie des Öfteren über solche Vorkommnisse?

Aber das ist die Realität, mit der sich Unternehmer und Entscheidungsträger herumschlagen.

Auf der einen Seite wird immer wieder erzählt, dass es keine Jobs gibt. Auf der anderen Seite kämpfen Top-Unternehmen händeringend um die besten Arbeitskräfte.

Die Meinung, dass Unternehmer nichts für ihre Mitarbeiter tun, ist auch falsch. Ja, ich weiß, diese Aussage klingt pauschal, aber so liest man es ja täglich. Ich kenne genug Unternehmen, die ihre jungen Mitarbeiter und somit auch Lehrlinge nochmals ergänzend zur Schule in Mathematik, in Rechtschreibung uvm. ausbilden. Die Entscheidungsträger der Firmen erzählen mir sinngemäß: „Herr Panhölzl, was da kommt, kann man sich vorstellen. Wir müssen die nochmals schulen, sonst könnten wir sie im Betrieb nicht einsetzen.“ Oft kommt der Nachsatz: „Nicht einmal für die einfachsten Arbeiten.“

Mit der Mission will ich erreichen, dass vor allem in den beiden Ländern Österreich und Deutschland ein Ruck durch die Gesellschaft geht, der dazu führt, dass der Beruf und somit die Wirtschaft wieder als etwas Positives gesehen wird.

Ich will erreichen, dass die Menschen erkennen, was wirklich wichtig und richtig ist. Dass es genügend Arbeit gibt und Unternehmer sehr wohl bereit sind, Jugendliche und Mitarbeiter – auch ältere Semester – dabei zu unterstützen, dass sie, wenn sie es wirklich wollen, erfolgreich in dem Beruf werden, den die Firma gerade anbietet.

Die Ausbildungen, die Angebote der Weiterbildung, die Unterstützungen der Unternehmer sowie auch der öffentlichen Hand stehen bereit. Das alles zusammen bringt jedoch nichts, wenn sich nicht die emotionale Haltung in der Gesellschaft ändert und wir alle daran arbeiten, dass wir wieder PRO Arbeit, PRO Beruf und PRO Wirtschaft eingestellt sind.

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