Die coolen Start-up-Erfolgsstorys und Du!

Die coolen Start-up-Erfolgsstorys und Du!

Florian Gschwandtner – Mr. Runtastic

Ich bin überzeugt, Du kennst Sie, die coolen Start-up-Erfolgsstorys dieser Welt. Erst vor Kurzem waren die österreichischen Zeitungen voll von „Mr. Runtastic“, dem Lauf-Millionär. Er hat es als 35-Jähriger geschafft, seine Lauf-App um 220 Millionen Euro zu verkaufen.

Mit drei Freunden hat er seine Firma hochgezogen und daraus diese Erfolgsstory gezimmert. Damals, vor über 10 Jahren sah es jedoch eher nach einer großen Niederlage aus. Viele der sogenannten gescheiten Leute haben nicht an die Idee geglaubt. Stores wie der Apple-Store oder Google-Play, die Du heute als Jugendlicher als ganz normal empfindest und wo Du Dir die neuesten Apps holst, gab es damals noch nicht. Er gehörte zu den Pionieren, die unsere Zeit sehr geprägt haben.

Egal ob Du in die Vergangenheit zurück oder in die Zukunft blickst: Eines eint die Menschen, die in Start-ups tätig sind. Sie sind täglich mit Freude, Begeisterung und hohem Engagement dabei, ihre gesetzten Ziele zu realisieren.

  • Sie wollen etwas bewegen!
  • Sie wollen etwas verwirklichen!
  • Sie wollen etwas in der Welt verändern!

Viele von ihnen greifen große, milliardenschwere Konzerne und ihre Geschäftsfelder an. Du hast sicher schon mitbekommen, dass diese etablierten Top-Manager und Inhaber solcher Giganten oft am Anfang über die Newcomer lachen. Ja, ich möchte so weit gehen, dass sie regelrecht ausgelacht werden. Wenn man 20 Jahre zurückblickt, konnten sich viele Entscheidungsträger, Politiker, öffentliche Meinungsbildner, ja selbst Experten nicht einmal in ihren kühnsten Träumen das vorstellen, was für Dich als Jugendlicher heute ganz normal ist. Die super coolen und technisch perfekt funktionierenden Smartphones gab es damals noch nicht. Navi-Geräte im Auto gab es nicht. Es wurde keine Zeit an Ideen wie zB Elektro-Autos oder selbstfahrende Autos verschwendet. Denn sie waren Utopie und gehörten zu den Science-Fiction-Filmen.

Heute ist alles Realität

Ja, ich weiß, das Tempo ist brutal, wie sich die Zeiten verändern. Das bekommen auch die älteren Entscheidungsträger und somit auch Deine Eltern mit. Ich kann mir auch gut vorstellen, dass Du Freunde und Bekannte hast, die vielleicht auch schon arbeiten und sagen: Das Tempo ist höllisch. Ja, Dich trifft es auch als Jugendlicher.

 

Lebenslanges Lernen?!

Denn in der Freizeit ist es lustig solche Neuheiten anzuwenden. Doch in der Arbeit bedeutet das, man muss immer am Puls der Zeit sein. Seit vielen Jahren vermittle ich Jugendlichen und auch jung gebliebenen Erwachsenen: Man sollte nie vom „lebenslangen Lernen“ sprechen. Diese Aussage ist negativ besetzt. Das klingt irgendwie brutal und wie ein Muss – nicht gerade motivierend. Die meisten Jugendlichen machen dabei sofort dicht und würden denken:  Was will der Alte von mir? Lebenslanges Lernen klingt katastrophal. Auf den Punkt gebracht: Das hört nie auf.

Es gibt nicht viele Jugendliche, die gerne zur Schule gehen. Wir wissen, es ist wichtig. Manche Sachen machen Spaß. Doch irgendwo ist man als Jugendlicher auch froh, wenn das Ganze vorbei ist. Dann hört man von den Erwachsenen, Du musst das ganze Leben lernen!? Vertraue mir, es wird noch schlimmer, wenn Du 30, 40 und darüber bist.

Wenn ich als Wirtschaftstrainer dann vor Dir stehe, weißt Du: „Um Gottes willen, jetzt bin ich schon – zB 43 Jahre alt und dieser Wirtschaftstrainer unterrichtet mich. D.h. ich muss schon wieder lernen.“ Ja, so ist das Leben!

Anderer Zugang

Ich jedoch forciere einen ganz anderen Zugang. Ich spreche von: Die Zukunft gehört jenen Menschen, die sich „marktorientiert mitverändern“! Genau darum geht es jetzt bei Dir. Das Tempo ist enorm. Noch nie in der Geschichte der Menschheit hat sich so vieles in vielen Bereichen so schnell verändert. Du musst am Ball bleiben. Du musst bereit sein, die Zukunft aktiv zu gestalten. Egal, für welchen Weg Du Dich in Deinem Berufsleben entscheidest oder ihn auch – wenn Du arbeitest – später veränderst: Es geht immer darum, dass Du am Ball bleibst und bereit bist, aktiv die Zukunft zu gestalten. Das bedeutet:

  • Du musst Dich auskennen, was IN ist.
  • Du musst fit sein.
  • Du musst hart dafür trainieren.

Du kennst das – ich habe es bei den letzten Artikeln auch angesprochen – bestens, wenn Du sportlich aktiv bist. Wer vorne mit dabei sein will, wer seine sportlichen Ziele erreichen will, muss Vollgas geben. Der muss bereit sein, an sich zu arbeiten und zu trainieren.

Die Bereitschaft

Einmal ehrlich: Warum sind so viele Jugendlichen bereit, dies beim Thema Sport zu akzeptieren und gleichzeitig versuchen sie es zu ignorieren, wenn es um das Wichtigste in ihrem Leben geht:

Ihren Beruf – Ihr Engagement in der Wirtschaft.

Ich könnte Bände füllen – Bücher mit hunderten Seiten – um alle negativen Geschichten aufzuzählen, die mir Unternehmer und Führungskräfte im Zuge meiner Firmentrainings in den letzten 20 Jahren übermittelt haben. Immer wieder zeigen mir Chefs und Führungskräfte auf, dass die meisten Jugendlichen nicht voll bei der Sache sind und nicht optimal in der Firma mitwirken wollen. Im Gegenteil! Laut ihren Erzählungen heißt es: Sie wollen sich nicht weiterbilden. Sie wollen Gehörtes nicht annehmen. Man muss hundert Mal das Gleiche sagen und sie haben es noch immer nicht kapiert. Okay, ich gebe schon zu, ein wenig überzogen. Es gibt auch die tollen Ausnahmen. Doch vertraue mir. Ich habe selbst als Wirtschaftstrainer immer wieder aufs Neue erlebt, dass Jugendliche und selbstverständlich auch Erwachsene oft sehr schwer zu bewegen sind, Neues anzunehmen und vor allem in der Firma ihr Bestes zu geben.

Ein tolles Beispiel dafür ist in Handwerksbetrieben die Lagerhaltung. Ich habe hier schon Beispiele kennen gelernt, wo mir die Monteure selbst gesagt haben, dass sie schon seit 30 Jahren an der Hürde arbeiten und bis heute haben sie es immer noch nicht geschafft, das Lager optimal in Ordnung zu halten. Wie schaut das in der Praxis aus? Es gibt einen oder auch zwei Lagerleiter. Jeder Artikel und jede Warengruppe haben ihren eigenen Platz. D.h. jede Maschine, jeder Nagel, jede Schraube hat einen bestimmten Platz im Lager. Dann kommen die Mitarbeiter von der Montage zurück und weil es zeitlich eng ist, schmeißen sie im wahrsten Sinne des Wortes das Material irgendwo hin. Klar kann auch beim Arbeiten einmal eine Maschine kaputt gehen. Auch diese kaputte Maschine hat einen bestimmten Platz im Lager und die zuständigen Personen wissen, diese muss repariert oder bestellt werden. Man möchte dadurch vermeiden, dass ein Kollege die Maschine nimmt, ins Auto einlädt und dann auf einer Baustelle zB 150 km entfernt beim Einschalten bemerkt, sie ist kaputt. Das führt zu einer unangenehmen Situation. Denn der Mitarbeiter kann nicht arbeiten. Ein Ersatzgerät zu liefern ist auch nicht einfach und alles ist mit viel Kosten und Ärger verbunden.

Ich habe Firmen kennen gelernt, die dann große Etiketten ausdruckten, wo in roten Großbuchstaben stand: MASCHINE KAPUTT. Man musste das Etikett nur abziehen, auf die kaputte Maschine kleben und am entsprechenden Platz hinlegen. Die Chefs und Führungskräfte in solchen Firmen lassen sich viel einfallen, um es den Mitarbeitern so einfach wie nur möglich zu machen, damit der Betrieb ordnungsgemäß auch in ihrem Sinne läuft.

In einer Firma zB gab es auch keine Gespräche mit den betreffenden Mitarbeitern so nach dem Motto: Warum ist die Maschine kaputt? Hast Du sie wieder kaputt gemacht? Was ist denn da passiert? Was das wieder kostet. Auf gut Deutsch: Es gab keinen Anschiss. Die haben einfach gesagt: Stell sie hin und fertig. Ich muss sagen, ich war sprachlos, als ich hörte, dass die Mitarbeiter nicht einmal das getan haben. Die gleichen Mitarbeiter, die

nicht fähig waren ein Etikett auf die kaputte Maschine zu kleben und an die vorgesehene Stelle abzulegen, haben sich später in meinem Firmentraining beschwert, dass dieses Verhalten eine Katastrophe ist. Ja, Du hast richtig gelesen! Diese Mitarbeiter, darunter viele junge zwischen 18 und 22 Jahre haben sich aufgeregt und über die Kollegen beschwert, dass sie in der Früh zB beim Herrichten einer Baustelle nichts im Lager fanden. Maschinen waren kaputt. Die Ware lag am falschen Platz.

Wenn Du das liest, stimmst Du mir sicher zu, dass das Ganze eigentlich irrational ist. Da willst Du als junger dynamischer Mitarbeiter / als toller Kollege etwas und verhinderst gleichzeitig deren Verwirklichung.

Die meisten Lösungen sind einfach umzusetzen

Oft sind Lösungen sehr einfach umzusetzen. Wir müssen nur bereit sein, uns dafür zu engagieren. Meist sind es Kleinigkeiten, die zu vielen negativen Auswirkungen auch in einem Team führen. Neben den Verlusten für die Firma und den Schreiduellen zwischen Kollegen ist dann auch noch das Betriebs- & Arbeits-Klima sehr angespannt oder oft schon vergiftet.

Ausflug in die Praxis

Ich habe Dir heute deswegen diesen kleinen Ausflug in die Praxis gegönnt, weil genau dieses Beispiel eindrucksvoll aufzeigt, dass es an Dir liegt, wie Du Deine Zukunft und die Deiner Kollegen gestaltest.

Der Preis Deines Erfolges

Liest man über die beeindruckenden Start-up-Erfolgsstorys, erkennen wir sehr schnell, dass hier Menschen zusammenarbeiten! Menschen, die nicht nur ihr Bestes geben, sondern bereit sind, sich den Herausforderungen beim Erreichen ihrer Ziele zu stellen. Da wird nicht von einem 8-, 10-,12-Stunden-Tag geschrieben, sondern auch Florian Gschwandtner, unser „Mr. Runtastic“, erzählt – sein neues Buch ist erschienen – dass es oft wochenlang 16 bis 18-Stunden-Tage waren. Häufig war er jeden Tag an einem anderen Ort auf der Welt. Er musste enormen Druck standhalten und vieles entbehren, damit diese tolle Erfolgsstory entstehen konnte und sich dauerhaft erfolgreich am Markt etablierte.

Diese Erkenntnis ist für mich ein Klassiker! Denn seit Beginn meiner Trainertätigkeit unterstreiche ich die Tatsache: Ob man auch bereit ist, den notwendigen Preis des Erfolges zu bezahlen. Die Höhe des Preises bestimmst Du ganz alleine. Klar, bist Du in einer Firma oder auch privat in einem Verein, entscheidest Du Dich mit Deinen Kollegen für ein Ziel. Dieser Preis wird auch von dem Umfeld bestimmt. Letztendlich – das muss Dir klar sein – war es aber letztendlich auch Deine Entscheidung. Denn Du hast die Firma ausgewählt und Du hast zu Kollegen in einem Verein JA gesagt.

Lass Dich nicht anstecken von den ständigen negativen Meldungen, dass Menschen heute ausgebeutet werden, zu viel arbeiten, dass ein 12-Stunden-Tag jetzt in Österreich eine Katastrophe ist uvm. Es stimmt auch nicht, dass

  • die meisten Chefs in Österreich Ausbeuter sind
  • es permanent ein negatives Verhältnis zwischen Chef und Angestellte gibt.

Dass Du es nicht falsch verstehst: Mir ist es vollkommen egal, ob es den 12-Stunden-Tag gibt oder nicht. Viele Chefs denken ähnlich. Wichtig ist, dass man gemeinsam Ziele verwirklichen kann. Wenn dazu eine Gesetzesänderung dient, weil man dann ein bisschen aus der Illegalität herauskommt, wenn man Stunden kaschiert, kann das sinnvoll sein und dann ist es okay.

Ein Beispiel: Ich kenne viele Mitarbeiter, die von Montag bis Freitag auf der Baustelle sind, die sich 50 oder 100 Kilometer vom Firmenort entfernt befinden. Das bedeutet, die Mitarbeiter fahren zB am Montag auf die Baustelle hin, arbeiten dort von Montag bis Freitag und übernachten vor Ort in einer Pension / einem kleinen Hotel. Wie oft habe ich von diesen Mitarbeitern auch im Zuge meiner Firmentrainings gehört, dass sie gerne an einem Tag freiwillig länger arbeiten würden. D.h. sie wollen nicht z.B. um 17.00 Uhr Schluss machen, weil vom Gesetz vorgeschrieben, sondern sie würden gerade im Sommer bei schönem Wetter lieber bis 19.00 Uhr oder 20.00 Uhr arbeiten. Da geht alles flott von der Hand und sie könnten eigentlich schon am Donnerstagabend heimfahren und dann hätten sie von Freitag bis Sonntag frei.

Viele Chefs hätten sofort JA gesagt. Doch sie konnten nicht, weil es ihnen das Gesetz nicht ermöglichte. Gesetze sind notwendig, denn es gibt auch bei den Unternehmern schwarze Schafe, die Mitarbeiter ausbeuten. Das Wichtigste ist aus meiner Sicht, dass Du Dich durch solche Meldungen nicht verunsichern lässt, sondern mach Dir selbst ein Bild, wie es in der Praxis aussieht. Du siehst, dass viele Jugendliche bereit sind, ein Start-up – wie man heute modern sagt – zu gründen. Sie gründen eine Firma und geben aus eigenem Überlebenstrieb das Beste. Sie tragen auch das volle Risiko. Diese Personen sprechen nicht über das Negative in der Wirtschaft, sondern erzählen mit leuchtenden Augen, wie toll es ist, die selbst gesteckten Firmenziele zu erreichen!

Mache es genauso in Deinem Leben! Entscheide Dich für die positive Seite, für das Engagement und für das aktive Mitwirken und Mitdenken! Ich verspreche Dir: Es wirkt sich auf Deinen privaten und beruflichen Lebensverlauf positiv aus.


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Bildnachweis:  © Trueffelpix / Fotolia

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