Vergangenheits-Bewahrer oder Zukunftsgestalter?

Vergangenheits-Bewahrer oder Zukunftsgestalter?

Ihre Wahl wirkt nachhaltig bei Ihren Kindern

 

Ziehen Sie Ihre persönliche Bilanz

In den letzten beiden Artikeln in „Eltern aktuell“ habe ich Ihnen liebe Eltern die Wichtigkeit aufgezeigt, die Zukunft für unsere Kinder positiv zu gestalten. Dazu  ist es auch notwendig seine eigene persönliche Bilanz als Mutter oder als Vater zu ziehen. Im Artikel „>> Gestern – Heute – Morgen: Ihre persönliche Bilanz und die Auswirkungen auf Ihre Kinder“ habe ich Ihnen aufgrund meiner über 20-jährigen Erfahrung als Wirtschaftstrainer aufgezeigt, wie man richtig Bilanz zieht und sich den Herausforderungen der Zukunft positiv stellt. Dies ist eine entscheidende Ausgangsposition liebe Eltern. Denn nur so sind Sie in der Lage, Ihr Kind in der schwierigen Lebensphase vom Kind-sein in das Erwachsen-werden inkl. Berufsauswahl optimal zu begleiten.

 

Sie als positiver Anker

Ihr Kind braucht in dieser herausfordernden und auch emotional schwierigen Phase – Stichwort Pubertät – einen positiven Anker, an dem es sich festhalten kann und der gleichzeitig ein Wegweiser in seine positive Zukunft ist.

Das meine lieben Eltern ist eine der wichtigen Rollen, für die Sie sich freiwillig bei der Planung Ihres Kindes entschieden haben. Dieser Verantwortung müssen Sie sich bewusst sein und sie hat kein Ablaufdatum. Sie wissen aus eigener Erfahrung, man ist lebenslang Mutter oder Vater. Selbst wenn das eigene Kind 30, 40, 50 Jahre oder noch älter ist, leidet man mit dem Kind mit, wenn etwas schief läuft. Auf der anderen Seite freut man sich irrsinnig, wenn seine Ziele und vor allem persönlichen Vorhaben erfolgsgekrönt sind.

 

Verunsicherung

In den letzten 6 bis 7 Jahren werden wir leider immer häufiger mit sehr negativen Meldungen und oft düsteren Zukunftsszenarien konfrontiert. Dies führt bei uns Erwachsenen zu einer Verunsicherung und fördert zunehmend auch ein negatives Zukunftsbild bei unseren Kindern. Es vergeht fast kein Tag, wo Erwachsene und somit auch Eltern nicht negativ über die Entwicklung der Politik, der Gesellschaft, der Arbeit sprechen. Viele Erwachsene haben sich hierzulande von diesen negativen Meldungen, die wie ein Trommelfeuer auf uns wirken, anstecken lassen und zeichnen selbst ein sehr düsteres Bild unserer Zukunft. Insbesondere in Österreich und Deutschland ist mir eine solche Entwicklung unverständlich. Ich habe schon mehrfach in den vorhergehenden Artikeln betont, dass wir uns gerade in diesen beiden Ländern nach wie vor in einer außergewöhnlichen Wohlstandsgesellschaft befinden. Klar gibt es auch in Österreich und Deutschland den temporeichen Wandel. Natürlich betreten wir auch hier Neuland, weil viele gesellschaftlichen Voraussetzungen und die damit verbundenen neuen Rahmenbedingungen gerade erst jetzt entstehen.

Wenn Sie in der Geschichte zurückblicken, stellen Sie fest, dass dies immer so war. Der einzige Unterschied ist die Zunahme des Tempos und dass wir uns als Menschen damit oft sehr schwer tun, diese Geschwindigkeit zu verarbeiten. Daher sehen wir mehr das Risiko als die darin enthaltenen Chancen.

 

Der Zukunft positiv begegnen

Viele dieser Entwicklungen können vor allem wir, die normalen Bürger in einer Gesellschaft nur bedingt beeinflussen. Unsere gewählten Volksvertreter, Top-Manager von Weltkonzernen und sonstigen mächtigen Entscheidungsträger und Meinungsbilder, die sonst die Gesellschaft prägen, haben hier das Zepter in der Hand.

Mit Ihrer Entscheidung ein Kind zu bekommen, haben Sie sich auch dafür entschieden, Ihr Kind bestmöglich zu erziehen. Mit dem Ziel, dass Sie Ihr Kind so lange begleiten, bis es als Erwachsener auf eigenen zukunftsbejahenden Füßen steht. Als Mutter oder Vater hat man die Verpflichtung, sein Kind so zu erziehen, dass es positiv in die Zukunft blickt und sich den privaten und beruflichen Herausforderungen zukunftsbejahend stellt.

Einmal ehrlich liebe Eltern, was bringt es, wenn wir uns stetig selbst negativ beeinflussen und dadurch auch unsere Kinder, indem wir alles Negative nachplappern, was Medien berichten und unser Umfeld von sich gibt. Wie soll allen Ernstes unser Leben in der Zukunft aussehen, wenn man heute schon das Gefühl hat, dass Menschen untereinander stetig danach streben, sich beim Verbreiten von negativen Meldungen zu überbieten. Oft habe ich das Gefühl, dass es bei vielen „IN“ ist, der Beste zu sein, wenn es darum geht, die negativen Zukunftsszenarien zu kommentieren und mit anderen zu diskutieren.

 

Das heutige Handeln prägt das Morgen

Liebe Eltern, ich will Ihnen jetzt keinesfalls eine rosarote Brille aufsetzen. Es kann durchaus sein, dass einige dieser negativen Entwicklungen eintreten, wie z.B. bei der Finanzkrise und bei den Flüchtlings-Herausforderungen. Im letzten Artikel habe ich Ihnen bei der persönlichen Bilanz erklärt, dass die Zukunft ein unbeschriebenes Blatt ist. Mit dem aktuellen Handeln prägen wir unsere Zukunft. Sie entscheiden, was in zwei bis drei Wochen passiert im Rahmen Ihrer Möglichkeiten.

Klar gibt es auch im privaten und beruflichen Umfeld Menschen, die ebenfalls Vorstellungen haben. Daher muss es immer das Ziel sein, gemeinsam Wege zu definieren, die dazu führen, dass alle zumindest in einem akzeptablen Rahmen vom Ergebnis und auch vom Weg begeistert sind. Man kann es nicht allen recht machen. Es ist nicht möglich, dass jeder immer gleich alles durchbringt. Doch einmal ehrlich liebe Eltern:

  • Geht es immer darum, den berühmten Dickschädel durchzusetzen?
  • Geht es immer darum, selbst alles zu bekommen und die anderen sind einem egal?
  • Wollen wir wirklich zusehen, wie unsere Kinder in einer Gesellschaft aufwachsen, die täglich immer stärker vom Egoismus geprägt ist?
  • Wollen wir unsere Kinder dahingehend erziehen, dass sie das Negative forcieren und wie gerade die Vertreter der Politik und der Medien uns weismachen, dass Abschottung erfolgsversprechend ist?

Ich weiß, das ist eine Pauschalaussage, weil es gibt auch unter den Spitzenpolitikern und auch in Medien viele, die ein positives Zeichen setzen und gegen den Strom schwimmen.

Die Mehrheit – so scheint es jedoch – treffen unkontrollierte Entscheidungen und Entschlüsse, forcieren dadurch noch mehr Unsicherheit und liefern gleichzeitig den Nährboden für eine negative Zukunft.

Klar, liebe Eltern können Sie die große Weltpolitik nicht beeinflussen und auch im eigenen Land entscheiden hier die vorher beschriebenen Meinungsbildner, unter welchen Rahmenbedingungen wir leben.

 

Ihr persönliches Umfeld

In Ihrem persönlichen Umfeld können Sie jedoch stets aufs Neue entscheiden, welchen Weg Sie für sich, Ihren Partner und Ihr Kind einschlagen.

Wollen Sie der Vergangenheits-Bewahrer sein, der stur an den alten Regeln und Rahmenbedingungen festhalten will und bereit ist, den Retourgang in die Vergangenheit einzulegen? Schauen Sie sich einmal um. Genau das tun viele Menschen. Sie wollen mit allen Mitteln die Spielregeln und die Rahmenbedingungen der Vergangenheit nicht nur absichern, sondern sich am besten gleich 10, 20 oder 30 Jahre in die Vergangenheit zurück versetzen.

Vielen Menschen ist gar nicht bewusst, dass das in ihre persönliche Katastrophe mündet. Leider haben irreführende Initiatoren z.B. beim Brexit die Bevölkerung genau in diese Richtung gelenkt. Ich glaube keiner kann ganz genau sagen, wie es in Großbritannien und in der EU sowie in der weltweiten Vernetzung mit anderen Staaten nach dem Brexit aussehen wird. Nur eines wird seit Monaten mit zunehmender Intensität kommuniziert.

 

Brexit – EU

Die amtierende britische Premierministerin Theresa May hat gleich mehrere riesen Baustellen, mit denen sie offensichtlich kaum mehr zurecht kommt. Auf der einen Seite wollen sich die Briten beim Ausstieg die Rosinen aus der EU herauspicken. Sie wollen nicht mehr dabei sein, aber der freie Handel ohne Zoll und alle damit verbundenen Vorteile sollen bestehen bleiben. Der Personenverkehr, insbesondere die ganz bösen Flüchtlinge müssen ausgesperrt bleiben. Viele Experten schreiben permanent in ihren Kommentaren und Analysen, dass dies die EU-Spitzen nie zulassen können. Das wäre letztendlich ein Zeichen für alle anderen Länder, die auch vielleicht schon damit kokettieren, aus der EU auszusteigen. Denn wer möchte nicht alle Vorteile genießen, sich jedoch beim Mitzahlen und Mitwirken lieber in der Zuschauerrolle befinden.

Gleichzeitig kämpft Theresa May mit ihrer Partei um eine klare Linie. Jetzt droht sie unter anderem Ihrer Partei: Entweder ihr Vorschlag wird angenommen, mit dem sie dann in den Verhandlungen für einen geordneten Austritt mit der EU-Spitze punkten will oder es kommt der  sogenannte harte Brexit. Es gibt keine Vereinbarungen und nächstes Jahr sind die Briten ganz einfach mit allen katastrophalen Folgen weg.

Heute sind sich bereits renommierte Experten sicher, dass vor allem für Großbritannien die Folgen wesentlich härter und negativer sind, als für die EU. Können Sie sich noch erinnern, als der Brexit klar war. Wir alle nach Großbritannien blickten und es nicht fassen konnten, dass die Mehrheit der Bevölkerung für den Ausstieg gestimmt hatten. Sofort hörte man Stimmen: Man muss sofort ein zweites Referendum abhalten, weil die Fragestellung so gewählt wurde, dass viele Briten getäuscht waren und daher nicht wussten, was sie mit ihrer Zustimmung anrichteten. Aktuell mehren sich wieder die Stimmen, ob man nicht doch noch einmal ein zweites Referendum abhalten sollte und vielleicht sogar muss, damit man nicht ein ganzes Volk einer noch abzuwendenden Katastrophe aussetzt.

 

Worum geht es?

Wie sagt man so schön in Österreich und Deutschland: Mit dem gesunden Menschenverstand wäre eigentlich alles klar. Die meisten Menschen spüren es und die Top-Entscheidungsträger wissen es, dass der Brexit eigentlich nur Negatives mit sich bringt. Schaut man sich die Zukunft an, erkennt man, dass es um viel mehr geht als um die Europäische Union.

Man spricht davon, dass viele Kontinente zusammenwachsen, dass Entscheidungen heute nicht mehr von Land zu Land getroffen werden, sondern länderübergreifend und auch global. Viele erkennen z.B. durch die mannigfachen Möglichkeiten des Internets, dass wir in einer vernetzten Welt angekommen sind. Vor allem die Jugend, unsere Zukunft – Ihre Kinder – will in dieser Welt aufwachsen, sie gestalten und prägen.

Klar gibt es auch bei solch großen Vereinigungen und Partnerschaften immer wieder Hürden und Herausforderungen, die auch am Anfang unbequem sind. Das kennen Sie aus Ihrem eigenen Leben. Blicken Sie nur auf Ihre Familie und nehmen Sie Ihre Verwandten dazu. Dann gibt es den nächsten Kreis der Freunde, Bekannten und dann kommen die Arbeitskollegen. Sie wissen ganz genau: Auch hier ist es nie einfach –  obwohl man weiß es ist sinnvoll –  sich auf einen gemeinsamen Nenner zu einigen. Man weiß aber auch, es macht keinen Sinn, hier alles zu blockieren! Denn die negativen Alternativen sollen auf gar keinen Fall Realität werden.

Der Brexit ist aktuell ein hervorragendes Beispiel, dass man als Vergangenheits-Bewahrer nichts gewinnt, aber wahnsinnig viel verlieren kann.

 

Sie als Zukunftsgestalter

Wählen Sie, liebe Eltern den Weg des „Zukunftsgestalters“. Akzeptieren Sie, dass sich Ihre Wahl nachhaltig auf Ihre Kinder auswirkt. Sie bestimmen durch Ihr Verhalten die Zukunft Ihres Kindes. Schließen sich viele Eltern z.B. unserer Mission an, können wir auch den Entscheidungsträgern unsere klare Botschaft eindrucksvoll vermitteln, die nur lauten kann: „Our Kids – Our Future“.

Das bedeutet, alle haben die Verpflichtung ihr Bestes zu geben, damit auch wir als Mutter oder Vater, als Erwachsener ein Leben im Wohlstand führen können und dass vor allem dieser wunderbare gesellschaftliche Zustand auch für unsere Kinder abgesichert ist.

Unsere Kinder können dann entscheiden, was sie aus dem von uns übergebenen erstklassigen Fundament machen und somit ihre Zukunft gestalten. Daher ist es, liebe Eltern unsere Verpflichtung, dass wir uns als positive Vorbilder als Zukunftsgestalter präsentieren und täglich in diesem Sinne denken, planen und handeln.

 

 

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