Berufseinstellung ist Lebenseinstellung! – Sind Eltern bereit für die gesellschaftliche positive Wende?

Berufseinstellung ist Lebenseinstellung! – Sind Eltern bereit für die gesellschaftliche positive Wende?

PRO-Einstellung – Gegeneinander

Seit 2011 zeigen mir besorgte Mitarbeiter, Führungskräfte und Unternehmen im Zuge meiner Firmentrainings mit enorm steigender Tendenz folgendes Manko auf: „Die PRO-Berufseinstellung wird immer schwächer und das Gegeneinander im Firmen-Team nimmt zu.“

Die gleiche Entwicklung erkennt man bei vielen Themen hinsichtlich der Gesellschaft in Österreich und Deutschland. In diesen beiden Ländern bin ich seit über 20 Jahren als Wirtschaftstrainer tätig und kann die oft auch in den Medien präsentierte negative Entwicklung nur bestätigen. Das Gegeneinander steht im Vordergrund, obwohl wir uns zu diesem Zeitpunkt in einem besonders erfreulichen Wohlstand befinden.

Die Dramatik des Gegeneinanders hat sprunghaft zugenommen als im Jahr 2015 Millionen von Flüchtlingen vor unseren Grenzen gestanden sind und hereinkamen. Ich habe nie verstanden, warum so viele Österreicher und Deutsche darüber überrascht waren. Bereits viele Jahre zuvor wurden z.B. an den Küsten Italiens und Griechenlands die Flüchtlingsströme immer mehr. Natürlich konnte keiner voraussehen, dass plötzlich so viele Millionen vor den Grenzen in Österreich und Deutschland standen. Jedoch dass sich diese Lage zuspitzt, hat sich abgezeichnet. Bei vielen Menschen habe ich das Gefühl, sie sehen solche Berichte in den Medien, sind kurzfristig darüber auch entsetzt, haben aber das Szenario genauso schnell vergessen, wie sie es präsentiert bekommen haben.

Schnell entbrennt dann eine Debatte, ob die amtierenden Spitzenpolitiker mit ihren Experten und Mitarbeitern das Richtige getan haben. Rasant teilt sich auch die Bevölkerung: In jene, die sehr hilfsbereit sind und jene, bei denen nur mehr das Negative im Vordergrund steht und die jegliche Aufnahme von Flüchtlingen ablehnen.

Klar gibt es bei solchen gesellschaftlichen Großereignissen auch die Nebenschauplätze, wie dass jene mitkommen, die keine politischen Flüchtlinge sind, sondern die ein besseres Leben haben wollen. Gerne spricht man dann schnell von Wirtschaftsflüchtlingen. Doch den Menschen dahinter sieht man in diesen plakativen Headlines, die in den Medien und auch von Politikern gerne verwendet werden, nicht.

Ich habe mich in den letzten Jahren mit Unternehmern, mit Führungskräften, mit Mitarbeiter in jeder Unternehmensgröße sehr intensiv unterhalten. Überall hat sich eines bei solchen Dialogen herauskristallisiert: „Wäre man selbst ein Betroffener, würde man vor allem, wenn man eine Familie hat, alles tun, damit es dieser besser geht.“ Denn auch die Wirtschaftsflüchtlingen flüchten aus Ländern, wo es keine Zukunftsperspektiven mehr gibt.

 

Wo sind die Perspektiven?

Interessanterweise gleicht sich dieses Bild auch beim Blick auf unsere Wohlstandsgesellschaft in Österreich und Deutschland. In den letzten Jahren wurden auch in vielen Medien und von öffentlichen Meinungsbildnern, somit Politikern, Vertretungen von öffentlichen Organisationen uvm, darauf hingewiesen, dass unsere Jugend keine positiven Perspektiven beim Blick in die Zukunft mehr sieht.

Die Jugend ohne Perspektiven gibt es auch in weiteren Wohlstandsländern wie z.B. Frankreich. Erinnern Sie sich noch, liebe Eltern wie die Vororte von Paris in Flammen standen. Was hat der damalige französische Präsident gesagt: „In diesen Armenvierteln fehlt es an Perspektiven für die Jugend, die dort die überwältigende Mehrheit der Bevölkerung darstellen.“

Sie sehen, das Thema Perspektivlosigkeit – egal aus welcher Sichtweise man es betrachtet – hat schon als sehr gefährlicher Virus viele Teile unserer Gesellschaft und vor allem die Jugend befallen.

 

Berufseinstellung ist Lebenseinstellung

ine lieben Eltern, eines müssen Sie akzeptieren: Berufseinstellung ist Lebenseinstellung. Sie können es drehen und wenden, sie Sie wollen. Das aktuelle Wirtschaftssystem ist wie es ist! Leistung trifft auf Gegenleistung! Ich habe schon Menschen aus einfachsten Verhältnissen kennengelernt, die mit einer Lehre gestartet sind und später Konzerne lenkten. Ich habe junge Mitarbeiter mit Freude gesehen, die mit vollem Engagement einen Handwerksberuf erlernten und viele Jahre später als Führungskräfte z.B. in der Position eines Werkstättenleiters zahlreiche Mitarbeiter erfolgreich führten. Andere haben sich selbstständig gemacht, geben somit vielen Mitarbeitern einen Arbeitsplatz, an denen wieder ihre Familien hängen. Es sind Menschen, die sich für ihren Beruf begeistern und sich gleichzeitig dafür engagieren, damit es vielen Menschen auf dieser Welt besser geht.

 

Zahlreiche dieser Mitarbeiter werden später Chefs, Führungskräfte oder Unternehmer. Sie gestalten die Wirtschaft aktiv mit. Sie sind sozial eingestellt und bieten ihren Mitarbeitern ein weitgehend sorgenfreies Leben.

  • Liebe Eltern, haben Sie schon einmal einen Unternehmer gefragt, wie es ihm geht?
  • Wie er bei vielleicht kurzer, schwacher Auftragslage die Löhne weiter bezahlt?
  • Wie er es ständig schafft, wenn Mitarbeiter krank werden, auf Urlaub gehen , die Aufträge trotzdem wie dem Kunden versprochen zu erfüllen?
  • Wie er ständig bemüht ist, dass im Team ein positives Arbeitsklima herrscht und sich alle wohl fühlen?

 

Liebe Eltern, ich sehe es als meine Pflicht, Ihnen hier reinen Wein einzuschenken und Ihnen eines ans Herz legen. Unternehmer sind auch Mütter und Väter. Sie haben auch ein Privatleben. Sie haben auch Ängste, ob sie für ihre Firma morgen noch genügend Arbeit bekommen. Dass die Konkurrenz ihnen nicht die Kunden wegnimmt oder sie mit deren üppigen Marketingbudgets nicht mehr mithalten können. Viele kleinere und auch mittlere Betriebe haben nach wie vor Angst, dass ihnen der Online-Markt einen Strich durch die Rechnung macht.

Einmal ehrlich: Wie oft sehen Sie als Mutter oder Vater – in der Position des Mitarbeiter / der Führungskraft – Ihren Chef in diesem Licht? In den Medien wird gerne das Gegeneinander geschürt! Viel zu oft wird der Unternehmer als das Böse dargestellt, der im Geld schwimmt und den Mitarbeitern nicht mehr Löhne gönnt. Klar gibt es auch die schwarzen Schafe, die es überall gibt. Auch verdienen bestimmte Großkonzerne, die meistens im Ausland sitzen, ein solches negatives Etikett.

 

Die Zukunft unserer Kinder

Viel zu oft wird für mich daraus eine Einstellung – auch bei Ihnen als Mutter oder Vater  –, die in eine negative Berufseinstellung mündet. Schnell ergreift dieses negative Bild auch Ihre persönliche Lebenseinstellung als Mutter oder Vater. Man sieht sich gerne in der Opferrolle. Fokussiert sich mehr auf das Negative in der Arbeit / in der Wirtschaft. Sicher haben Sie das Recht dazu. Nur eines muss Ihnen klar sein: Wenn wir weiter so in die Zukunft gehen, gefährden wir die lebenswerte Zukunft für unsere Kinder.

Meine lieben Eltern, sind Sie bereit für die gesellschaftliche positive Wende? Sind Sie bereit, Teil unserer Mission: „Our Kids – Our Future“ zu werden, die das Ziel hat Eltern und Kinder optimal beim Start in die Wirtschaft zu unterstützen und eine positive Brücke zwischen den Unternehmern und den Mitarbeitern zu bauen?

Mehr über die Mission, den Start und unsere geplante Aktivitäten erfahren Sie auf dieser Webseite oder folgen Sie uns auf unserer >> FanPage

 

Bildnachweis:  © MH / Fotolia

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